Ausgangspunkt war, wie immer, wenn es losging, VIMINACIUM, Hauptort der Provinz Obermösien. Dort residierte TETTIUS JULIANUS, der Statthalter der Provinz.
Vier Legionen standen bereit: LEGIO I und II ADIUTRIX (letztere kürzlich von Britannien an die schöne Donau verlegt), LEGIO IV FLAVIA und LEGIO VII CLAUDIA.
Frühmorgens war Abmarsch. Die Stimmung war gut, obwohl so mancher noch den Wein von gestern spürte. Zunächst wurden die "Auxilia" (Hilfstruppen) vorausgeschickt. Ihr Job war es zu sichern und das Gelände zu erkunden. Nichts für mich. Ich kämpfe lieber-wie ich schon sagte- mit "gladius" und "pilum, als im Gelände herumzuirren. Also, die "Auxilia" hielten Ausschau nach Hinterhalten (dem Feind war ja nicht zu trauen) und machten, so oft es ging, Meldung.
Wir marschierten ungefähr in dieser Reihenfolge: Auxilia (Bogen, Schleuderer, leichte Infanterie, Reiter)-Vorhut: 1 Legio plus Reiterei-10 Mann/ Zenturie (Transport der Werkzeuge für Lagerbau)-Pioniere-Gepäck des Feldherrn und der Stabsoffiziere plus Eskorte (beritten)-Feldherr plus Leibwache-Legionsreiterei (120/ Legio)-Belagerungswaffen (zerlegt)-Legaten, Tribunen, Praefekten plus Eskorte-Die Legionen: Jeder Legio ging der Adlerträger (aquilifer) voraus, umgeben von Feldzeichenträgern (signiferi) und Trompetern; dann in Sechserreihen die Legionen plus Troß-Nachhut: Leichte und Schwerbewaffnete plus Reiter.
Die Länge des Ganzen: ca. 20 km!
Nachlesen kann man das alles bei FLAVIUS JOSEPHUS, der uns eine Beschreibung der römischen Marschordnung hinterlassen hat.
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Quelle: PETER CONOLLY: TIBERIUS CLAUDIUS MAXIMUS-EIN RÖMISCHER LEGIONÄR.
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Legio)
Samstag, 28. Februar 2015
DAKERKRIEGE 1
Der Kaiser befahl seinen Legionen, eine Brücke über die Donau zu bauen. Der Kaiser, das war MARCUS ULPIUS TRAIANUS NERVA CAESAR AUGUSTUS, ein überaus befähigter und beliebter Feldherr. Er stammte aus Spanien, genaugenommen aus Italica, einer kleinen Stadt bei Sevilla. Ich glaube , das Kaff kennt niemand. Trajan war von seinem Vorgänger, dem langweiligen NERVA, adoptiert worden (daher der Beiname "Nerva" in seinem langen Namen). Nerva hatte nämlich das Prinzip der Adoption eingeführt.
Die Brücke war eine Art Pontonbrücke. Das Prinzip war einfach, pragmatisch, römisch. Wie das funktionierte-sozusagen die Gebrauchsanweisung-beschreibt freundlicherweise um 150 n. Arrianus. Um es kurz zu machen (ich bin nämlich Legionär und kein Techniker): Man verankerte Boote im Fluß und legte eine Fahrbahn darüber. Auf der Trajanssäule, die in späteren Jahren errichtet wurde, um diese Ereignisse festzuhalten, sehen wir eine solche Szene, in der Legionäre auf zwei Schiffsbrücken die Donau überschreiten.
Es sollte gegen die Daker gehen, allesamt finstere und ungewaschene Barbaren, die irgendwo in den Wäldern der Karpaten hausen, wo eigentlich kein Mensch hin will. Viele von uns übrigens auch nicht, denn bei denen gibt es sicher keine Tavernen mit schönen Frauen und Thermen wie bei uns. Wahrscheinlich auch kein Wein, was das Schlimmste ist. Man erklärte uns, daß es politische Gründe gebe, dort einzumarschieren. Nun, ich bin ein einfacher Legionär und verstehe von Politik nichts. Ich kann besser mit dem "gladius" und dem "pilum" umgehen. Wir alle denken aber, der Kaiser wird seine Gründe haben, und Befehl ist schließlich Befehl. Das ist Ehrensache. Als man uns sagte, daß man Kriegsruhm erwerben könne und es dort viel zu holen gebe, waren wir dann aber doch sofort Feuer und Flamme, vor allem wegen letzterem. Doch zurück zu den Dakern! Ihr "König"-jedenfalls schimpfte er sich so-hatte den unaussprechlichen Namen "Decebalus". Decebalus hatte schon einmal Ärger gemacht, das war vor 16 Jahren. Damals war er über die Donau vorgestoßen. Jetzt sollte es dem Dreckskerl ans Leder gehen.
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Die Brücke war eine Art Pontonbrücke. Das Prinzip war einfach, pragmatisch, römisch. Wie das funktionierte-sozusagen die Gebrauchsanweisung-beschreibt freundlicherweise um 150 n. Arrianus. Um es kurz zu machen (ich bin nämlich Legionär und kein Techniker): Man verankerte Boote im Fluß und legte eine Fahrbahn darüber. Auf der Trajanssäule, die in späteren Jahren errichtet wurde, um diese Ereignisse festzuhalten, sehen wir eine solche Szene, in der Legionäre auf zwei Schiffsbrücken die Donau überschreiten.
Es sollte gegen die Daker gehen, allesamt finstere und ungewaschene Barbaren, die irgendwo in den Wäldern der Karpaten hausen, wo eigentlich kein Mensch hin will. Viele von uns übrigens auch nicht, denn bei denen gibt es sicher keine Tavernen mit schönen Frauen und Thermen wie bei uns. Wahrscheinlich auch kein Wein, was das Schlimmste ist. Man erklärte uns, daß es politische Gründe gebe, dort einzumarschieren. Nun, ich bin ein einfacher Legionär und verstehe von Politik nichts. Ich kann besser mit dem "gladius" und dem "pilum" umgehen. Wir alle denken aber, der Kaiser wird seine Gründe haben, und Befehl ist schließlich Befehl. Das ist Ehrensache. Als man uns sagte, daß man Kriegsruhm erwerben könne und es dort viel zu holen gebe, waren wir dann aber doch sofort Feuer und Flamme, vor allem wegen letzterem. Doch zurück zu den Dakern! Ihr "König"-jedenfalls schimpfte er sich so-hatte den unaussprechlichen Namen "Decebalus". Decebalus hatte schon einmal Ärger gemacht, das war vor 16 Jahren. Damals war er über die Donau vorgestoßen. Jetzt sollte es dem Dreckskerl ans Leder gehen.
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Samstag, 14. Februar 2015
NERVA, DER "UNIMPOSANTE BÜROCHEF" (NON ILLUSTRIS CAPUT TABULARII) UND TRAJAN, EINER DER FÄHIGSTEN GENERÄLE DES IMPERIUMS
Domitiano de medio sublato Marcus Cocceius NERVA Augustus a senatu factus est. Dazu J. FERNAU: "DA fiel der Blick der Versammlung auf die vertrauenswürdige, in ihrem schönen weißen Haar so repräsentable Gestalt des alten NERVA, und sie faßten den unglaublichen Entschluß, diesen Mann aus ihrer Mitte zum Kaiser zu machen."
NERVA kommt bei FERNAU nicht gut weg: Er nennt ihn einen "unimposanten Bürochef". Dieser sei nicht einmal verrückt geworden, wie es sich gehört, nein, er habe sich sogar üerhaupt nicht verändert! NERVA habe sich darüber hinaus "zeitlebens als dritten Konsul mit besonderen Vollmachten" betrachtet.
NERVA war also schrecklich normal! Er scheint sogar so etwas wie ein Gutmensch gewesen zu sein, denn er errichtete eine Stiftung für arme Kinder (alimentarii pueri et puellae), was irgendwie rührend anmutet.
"Nach anderthalbjähriger Regiewrung, vom September 96 bis Januar 98, legte sich Nerva ergeben hin und verabschiedete sich von dieser Welt; nicht unzufrieden mit sich, womit er vollständig recht hatte."
(J. FERNAU)
Nun läßt sich mit wohlmeinenden Büroleitern und Gutmenschen kein IMPERIUM managen. Dazu bedarf es eines fähigen Miltärs. Ein solcher war TRAJAN. Vollständiger Name: MARCUS ULPIUS TRAIANUS NERVA CAESAR AUGUSTUS IMPERATOR (langer Name; langes Klingelschild; etwas umständlich bei Autogrammen). Dazu wieder FERNAU:
"Trajan war zu der Ehre der Adoption gekommen wie die Jungfrau in dem berühmten Sprichwort. Die Nachricht erreichte ihn in seinem Heerlager in Köln."
TRAJAN wollte das Reich vergrößern. Zu diesem Zweck schlug er sich von 101 bis 106 n. mit den Dakern an der unteren Donau herum. Dazu JAMES L. STEFFENSEN:
"Die Kampfmoral der römischen Legionen war hervorragend, und sie dienten gern ihrem Kaiser, der ein ausgezeichneter Befehlshaber war. Als sie nach Italien zurückkehrten, war Dakien eine römische Provinz."
So macht man das!
Ein Feldzug gegen die Parther lief nicht so gut. Auf dem Rückmarsch starb TRAJAN in Kilikien. Dies war im Jahr 117 n. Chr.
TRAJAN war ein "leidenschaftlicher Soldat".
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(Meine Schüler sind leidenschaftliche Drückeberger und gehören allesamt gespankt-der Papst hat's ja erlaubt. Oh happy day!)
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J. FERNAU: CAESAR LÄSST GRÜSSEN-DIE GESCHICHTE DER RÖMER-
ILLUSTRIERTE WELTGESCHICHTE BD. 3: JAMES L. STEFFENSEN: DAS ALTE ROM (enthält viele schöne Zeichnungen)
decurio
NERVA kommt bei FERNAU nicht gut weg: Er nennt ihn einen "unimposanten Bürochef". Dieser sei nicht einmal verrückt geworden, wie es sich gehört, nein, er habe sich sogar üerhaupt nicht verändert! NERVA habe sich darüber hinaus "zeitlebens als dritten Konsul mit besonderen Vollmachten" betrachtet.
NERVA war also schrecklich normal! Er scheint sogar so etwas wie ein Gutmensch gewesen zu sein, denn er errichtete eine Stiftung für arme Kinder (alimentarii pueri et puellae), was irgendwie rührend anmutet.
"Nach anderthalbjähriger Regiewrung, vom September 96 bis Januar 98, legte sich Nerva ergeben hin und verabschiedete sich von dieser Welt; nicht unzufrieden mit sich, womit er vollständig recht hatte."
(J. FERNAU)
Nun läßt sich mit wohlmeinenden Büroleitern und Gutmenschen kein IMPERIUM managen. Dazu bedarf es eines fähigen Miltärs. Ein solcher war TRAJAN. Vollständiger Name: MARCUS ULPIUS TRAIANUS NERVA CAESAR AUGUSTUS IMPERATOR (langer Name; langes Klingelschild; etwas umständlich bei Autogrammen). Dazu wieder FERNAU:
"Trajan war zu der Ehre der Adoption gekommen wie die Jungfrau in dem berühmten Sprichwort. Die Nachricht erreichte ihn in seinem Heerlager in Köln."
TRAJAN wollte das Reich vergrößern. Zu diesem Zweck schlug er sich von 101 bis 106 n. mit den Dakern an der unteren Donau herum. Dazu JAMES L. STEFFENSEN:
"Die Kampfmoral der römischen Legionen war hervorragend, und sie dienten gern ihrem Kaiser, der ein ausgezeichneter Befehlshaber war. Als sie nach Italien zurückkehrten, war Dakien eine römische Provinz."
So macht man das!
Ein Feldzug gegen die Parther lief nicht so gut. Auf dem Rückmarsch starb TRAJAN in Kilikien. Dies war im Jahr 117 n. Chr.
TRAJAN war ein "leidenschaftlicher Soldat".
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(Meine Schüler sind leidenschaftliche Drückeberger und gehören allesamt gespankt-der Papst hat's ja erlaubt. Oh happy day!)
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J. FERNAU: CAESAR LÄSST GRÜSSEN-DIE GESCHICHTE DER RÖMER-
ILLUSTRIERTE WELTGESCHICHTE BD. 3: JAMES L. STEFFENSEN: DAS ALTE ROM (enthält viele schöne Zeichnungen)
decurio
Montag, 26. Januar 2015
C. CANDIDIUS CALPURNIANUS
C. CANDIDIUS CALPURNIANUS war DECURIO (Stadtrat) von LOPODUNUM (Ladenburg) und NOVIOMAGUS (Speyer). LOPODUNUM war Hauptort der CIVITAS SUEBORUM NICRETIUM und NOVIOMAGUS der CIVITAS NEMETUM. CIVITATES waren Selbstverwaltungsbezirke einer römischen Provinz. C. C. C. war Kelte aus einer angesehenen Familie. Er besaß das römische Bürgerrecht. Seine Mutter stammte aus der "gens Calpurnia". Zunächst war C. C. C. AEDIL (Polizei, Marktaufsicht). Er habe sich nie bestechen lassen, so behauptete er wenigstens. Nun ja, wer's glaubt, wird selig. Dann war er DUOVIR IURE DICUNDO (=Bürgermeister). Voll des Danks machte er jede Menge Geld für das Theater in LOPODUNUM locker. Schließlich kam er in den ORDO DECURIONUM (Stadtrat). Da er andere DECURIONES kannte, baten die ihn, Mitglied in ihrem Verein zu werden. Überwältigt von so viel Gunst des Schicksals, stiftete C. C. C. in Heidelberg auf dem Heiligenberg dem keltischen Gott VISUCIUS einen Tempel plus Standbild.
INSCHRIFT DES C.C. C.: CIL 6404; Reiß-Museum Mannheim:
VISUCIO AEDEM CUM SIGN(O) C. CANDIDIUS CALPURNIANU(S) D(ECURIO) C(IVIUM) C(IVITATIS) S(UEBORUM) N(ICRETIUM) ITEM DEC(URIO) ((C(IVIUM,) C(IVITATIS) NEMET(UM) FE(CIT).
=Dem (Gott) Visucius stiftete ("machte"; ließ bauen; errichten) C. C. C., Ratsherr der Bürger der Stadt der Neckar-Sueben und ebenso Ratsherr der Bürger der Stadt der Nemeter einen Tempel mit einem Standbild (Kultbild).
Visucius war "happy", und C.C.C. waltete hoffentlich noch lange seines Amtes. Natürlich, ohne sich bestechen zu lassen.
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Quelle: ROSEMARIE GÜNTHER: DAS MANNHEIMER RÖMERBUCH
INSCHRIFT DES C.C. C.: CIL 6404; Reiß-Museum Mannheim:
VISUCIO AEDEM CUM SIGN(O) C. CANDIDIUS CALPURNIANU(S) D(ECURIO) C(IVIUM) C(IVITATIS) S(UEBORUM) N(ICRETIUM) ITEM DEC(URIO) ((C(IVIUM,) C(IVITATIS) NEMET(UM) FE(CIT).
=Dem (Gott) Visucius stiftete ("machte"; ließ bauen; errichten) C. C. C., Ratsherr der Bürger der Stadt der Neckar-Sueben und ebenso Ratsherr der Bürger der Stadt der Nemeter einen Tempel mit einem Standbild (Kultbild).
Visucius war "happy", und C.C.C. waltete hoffentlich noch lange seines Amtes. Natürlich, ohne sich bestechen zu lassen.
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Quelle: ROSEMARIE GÜNTHER: DAS MANNHEIMER RÖMERBUCH
Montag, 19. Januar 2015
VARUSSCHLACHT: MAULTIER ALS UNFREIWILLIGER KRIEGSTEILNEHMER
Unfreiwilliger Kriegsteilnehmer bei der "Varusschlacht" war ein Maultier, das nach 2000 Jahren wieder ans Tageslicht kam. Rekonstruktion des Geschehens:
Am letzten Tag der Schlacht hatten sich die Germanen am Engpass von KALKRIESE hinter einem Wall verbarrikadiert. Die Wallanlage wies Tore auf, durch die die Germanen den Heereszug der Römer attackierten und sich danach wieder schnell zurückzogen. Auf der rechten Seite gab es ein Moor. Das Gelände war also für die Römer ungünstig, da sie sich nicht formieren konnten. Hinzu kam tagelanger Regen, der die Schilde unbrauchbar gemacht hatte.
Im allgemeinen Chaos geriet das Maultier in Panik und riß sich vom Wagen los. Das Tier rannte durch die Reihen der Römer auf den Wall zu. Auf dem rutschigen Boden stolperte es über die eigene Kette und fiel zu Boden (Genickbruch!). Der Kadaver wurde teilweise durch den Wall verschüttet und teilweise von wilden Tieren gefressen. Auffallend war der große Phosphorgehalt des Bodens, der entweder auf die vielen Erschlagenen zurückzzuführen ist oder auf Düngung.
Unter dem Wall wurden noch weitere Maultiere gefunden, allesamt Stuten. Eines davon war vier Jahre alt. Die ersten drei Lebensjahre hatte es im Mittelmeergebiet verbracht, was von H.-P. UERPMANN durch die Sauerstoffisotope der Zähne festgestellt wurde. Neben einem Tier, das fünf Jahre alt war, fand man einen Bronzeglocke. Der Kupfergehalt der Glocke verhinderte die Auflösung der Knochen. Die Glocke war kaputt, wurde repariert, mit Erbsenstroh ausgestopft und als Deichselkappe verwendet. Unglaublich, was die Arcäologen alles herausfanden! Sie konnten sogar die Herkunft des Erbsenstrohs ermitteln: Es stammte aus Gallien.
---decurio
Am letzten Tag der Schlacht hatten sich die Germanen am Engpass von KALKRIESE hinter einem Wall verbarrikadiert. Die Wallanlage wies Tore auf, durch die die Germanen den Heereszug der Römer attackierten und sich danach wieder schnell zurückzogen. Auf der rechten Seite gab es ein Moor. Das Gelände war also für die Römer ungünstig, da sie sich nicht formieren konnten. Hinzu kam tagelanger Regen, der die Schilde unbrauchbar gemacht hatte.
Im allgemeinen Chaos geriet das Maultier in Panik und riß sich vom Wagen los. Das Tier rannte durch die Reihen der Römer auf den Wall zu. Auf dem rutschigen Boden stolperte es über die eigene Kette und fiel zu Boden (Genickbruch!). Der Kadaver wurde teilweise durch den Wall verschüttet und teilweise von wilden Tieren gefressen. Auffallend war der große Phosphorgehalt des Bodens, der entweder auf die vielen Erschlagenen zurückzzuführen ist oder auf Düngung.
Unter dem Wall wurden noch weitere Maultiere gefunden, allesamt Stuten. Eines davon war vier Jahre alt. Die ersten drei Lebensjahre hatte es im Mittelmeergebiet verbracht, was von H.-P. UERPMANN durch die Sauerstoffisotope der Zähne festgestellt wurde. Neben einem Tier, das fünf Jahre alt war, fand man einen Bronzeglocke. Der Kupfergehalt der Glocke verhinderte die Auflösung der Knochen. Die Glocke war kaputt, wurde repariert, mit Erbsenstroh ausgestopft und als Deichselkappe verwendet. Unglaublich, was die Arcäologen alles herausfanden! Sie konnten sogar die Herkunft des Erbsenstrohs ermitteln: Es stammte aus Gallien.
---decurio
Donnerstag, 11. Dezember 2014
TIBERIUS: KRIEGSFÜHRUNG 3
"Er operierte dabei mit äußerster Vorsicht, ließ die Kolonnen stets in Gefechtsordnung marschieren, verstärkte vor allem die Aufklärung, hielt regelmäßig Kriegsrat, ritt nie ohne einheimische Kundschafter."
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S. FISCHER-FABIAN
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Qua in re summa providentia (prudentia; cautione) agebat, semper (sine ulla exceptione) agmina (legiones; exercitus) in acie constituta (instructa; acie instructa; ad certamen parata) proficisci (iter facere) iussit, exploratores auxit, continuo (perpetuo) consilium habebat, numquam sine exploratoribus indigenis equitabat (equo vehebatur; vectabatur).
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Übers. by decurio
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S. FISCHER-FABIAN
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Qua in re summa providentia (prudentia; cautione) agebat, semper (sine ulla exceptione) agmina (legiones; exercitus) in acie constituta (instructa; acie instructa; ad certamen parata) proficisci (iter facere) iussit, exploratores auxit, continuo (perpetuo) consilium habebat, numquam sine exploratoribus indigenis equitabat (equo vehebatur; vectabatur).
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Übers. by decurio
TIBERIUS: KRIEGSFÜHRUNG 2
"Zwar setzte er über den Rhein, begnügte sich aber damit-nach bewährtem Muster-breite Einfallschneisen in die Wälder zu schlagen, Dörfer in Brand zu stecken, Felder zu verwüsten."
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S. FISCHER-FABIAN
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Rhenum quidem transiit (transgressus est), sed-modo probato (usitato; consueto; solito) limites latos in silvas facere, vicos incendere, agros vastare contentus erat (ei satis erat).
alternativ:...nihil ultra appetebat quam limites latos in silvas facere (ponere)...
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Übers. Mr. decurio
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S. FISCHER-FABIAN
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Rhenum quidem transiit (transgressus est), sed-modo probato (usitato; consueto; solito) limites latos in silvas facere, vicos incendere, agros vastare contentus erat (ei satis erat).
alternativ:...nihil ultra appetebat quam limites latos in silvas facere (ponere)...
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Übers. Mr. decurio
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