Et adloquente adhc Agricola (Und als Agricola noch sprach) miltum ardor eminebat (trat der Kampfgeist der Soldaten (der Truppe) hervor; kam zum Vorschein), et finem orationis (und dem Ende der Rede) ingens alacritas consecuta est (folgte eine ungeheure Begeisterung), statimque ad arma discursum (und sofort wurde zu den Waffen gelaufen; lief man zu den Wafen). Instinctos ruentesque ita disposuit (Die "Angetriebenen" und Stürmenden; Hendiadyoin: die Soldaten stürmten außer sich darauf los; ordnete er so), ut peditum auxilia (daß die Hilfstruppen der Fußsoldaten), quae octo milium erant (die 8000 waren; sich auf 8000 beliefen), mediam aciem firmarent (die Mitte des Heeres verstärkten; sicherten), equitum tria milia (die 3000 Reiter) cornibus adfunderentur (wurden auf die Flanken geworfen). Legiones pro vallo steterunt (Die Legionen standen vor dem Wall), ingens victoriae decus (eine ungeheure "Zierde"; Auszeichnung; Ehre des Siges) citra Romanum sanguinem bellanti (ohne römisches Blut für den Kriegführenden; wenn also kein röm. Blut floß), et auxilium (und eine Reserve), si pellerentur (falls sie geschlagen würden). Brittannorum acies (Das Heer der Britannier) in speciem simul ac terrorem (zum Schein (Anblick) und zugleich zum Schrecken?) editioribus locis (an erhöhteren Orten; auf höherem Gelände) constiterat ita (hatte sich so aufgestellt; stand so), ut primum agmen (daßdie erste Reihe) in aequo (in der Ebene), ceteri (die übrigen) per adclive iugum (über (durch) den ansteigenden Hügel hin) connexi velut insurgerent (gleichsam verbunden "anstiegen"; sich erhoben). Media campi (Die Mitte des Feldes; Schhlachtfeldes) covinnarius eques (der (keltische) Sichelwagenkämpfer) strepitu ac discursu complebat (erfüllte mit Lärm und Hin-und Herjagen). Tum (Dann) Agricola (A.) superante hostium multitudine veritus (fürchtend; weil er fürchtete, daß die Menge der Feinde überlegen sei; die Oberhand bekäme), ne in fronte simul (damit er nicht zugleich an der Front) et latera suorum pugnaretur (und zu den Flanken hin (?) gekämpft würde), diductis ordinibus (dadurch daß er die Reihen auseiander gezogen hatte; nachdem die Reihen auseinander gezogen hatte), quamquam (obwohl) porrectior acies futura erat (die Schlachtreihe ausgedehnter (länger) war) et arcessendas plerique legiones admonebant (und die meisten dazu mahnten (rieten), die Legionen herbeizuholen), promptior in spem (war geneigter zur Hoffnung; scil. Agricola) et firmus adversis (und fest in schlimmen Lagen; widrigen Umständen), dimisso equo (und nachdem er sein Pferd weggeschickt hatte) ante vexilla constitit (nahm er vor den Feldzeichen Aufstellung).
---
dimisso equo: dies hatte einst auch Caesar getan!
---
Agricola zog die Reihen auseiander, um nicht flankiert zu werden. Diese Maßnahme schien gut zu sein und erfüllte ihn mit Siegeszuversicht.
---
decurio
Donnerstag, 30. April 2015
Dienstag, 28. April 2015
HADRIANS INSPEKTIONSREISE IN DEN OSTEN
KAISER HADRIAN, der oft und lange auf Reisen war, besuchte u.a. die Armeen in Kappadokien, Parthien, Syrien und Judäa.
In Judäa standen im Jahre 86 zwei Legionen, zwei Abteilungen und vier Kohorten. Dies dürfte auch der Stand im Jahre 130 gewesen sein. Aus Inschriften wissen wir, daß Abordnungen der LEGIO X FRETENSIS und der LEGIO VI FERRATA am Aquädukt von Caesarea gearbeitet haben.
---
Quelle: S. PEROWNE: HADRIAN-SEIN LEBEN UND SEINE ZEIT.
In Judäa standen im Jahre 86 zwei Legionen, zwei Abteilungen und vier Kohorten. Dies dürfte auch der Stand im Jahre 130 gewesen sein. Aus Inschriften wissen wir, daß Abordnungen der LEGIO X FRETENSIS und der LEGIO VI FERRATA am Aquädukt von Caesarea gearbeitet haben.
---
Quelle: S. PEROWNE: HADRIAN-SEIN LEBEN UND SEINE ZEIT.
Dienstag, 31. März 2015
DIE SCHRECKLICHEN CHATTEN: TACITUS, GERMANIA 31
Et aliis Germanorum populis (Und bei (von) anderen Völkern der Germanen; dat. auctoris) usurpatum (ein angenommener Brauch) raro et privata cuiusque audentia (selten und aufgrund des Wagemuts eines jeden) apud Chattos in consensum vertit (wurde bei den Chatten allgemein üblich): ut primum adoleverint (sobald sie heranwachsen; herangewachsen sind), crinem barbamque submittere (lassen sie Haar und Bart lang wachsen) nec (und nicht) nisi hoste caeso (außer nachdem sie einen Feind getötet hatten) exuere (legen sie ab) votivum (die geweihte) obligatumque virtuti oris habitum (und der Tapferkeit verpflichtete Tracht ("Erscheinung") des Gesichtes). Super sanguinem et spolia (Über Blut=dem getötete Feind und Kriegsbeute (stehend)) revelant frontem (machen sie die Stirn frei) seque tum demum (und daß sie dann erst) pretia nascendi rettulisse (den Preis für ihr Dasein zurückgegeben haben; bezahlt haben) dignosque patria ac parentibus (und daß sie der Heimat und der Eltern würdig) ferunt (sagt man; erzählt man); ignavis et imbellibus (den Feigen und Kriegsscheuen) manet squalor (bleibt dieser "starrende Schmutz der langen Haare"; das "wüste Aussehen"). Fortissimus quisque ("Jeder Tapferste"=gerade die Tapfersten) ferreum insuper anulum (darüber hinaus; obendrein einen eisernen Ring) (ignominiosum id genti (dies ist sonst eine Schande bei dem Stamm) velut vinculum (wie eine Fessel) gestat (trägt; tragen), donec (bis) se (er sich) caede hostis (durch einen Mord an einem Feind) absolvat (er sich davon löst). Plurimis Chattorum (den meisten (der) Chatten) hic placet habitus (gefällt dieses Erscheinungsbild), iamque (und schon) canent (werden sie grau; alt) insignes (so gekennzeichnet) et hostibus simul suisque monstrati (und bewundert von den Feinden (dat auct.) und zugleich von den Ihren=den Stammesmitgliedern). Omnium penes hos initia pugnarum (bei diesen sind die "Anfänge" aller Kämpfe; sie eröffnen den Kampf); haec prima semper acies (dies ist immer die erste Reihe; sie bilden immer die erste Reihe), visu nova (ungewöhnlich; schrecklich zu sehen); nam ne in pace quidem (denn nicht einmal im Frieden) vultu mitiore mansuescunt (bequemen sie sich zu einem friedlicheren Aussehen; Äußeren; "werden sie sanft durch..."). Nulli domus (Niemandem ist ein Haus; keiner besitzt ein Haus) aut ager (oder ein Feld) aut aliqua cura (oder irgendeine Besorgnis=etwas, wofür man sorgen muß): prout (je nachdem; wie) ad quemque venere (zu jedem; einem jeden sie gekommen sind; kommen), aluntur (werden sie ernährt; verpflegt), prodigi alieni (verschwenderisch mit fremder Habe), contemptores sui (Verächter der Ihren; ihrer eigenen Habe), donec exsanguis senectus (bis (daß) das kraftlose Alter) tam durae virtuti impares faciat (sie einem heroischen Leben (das auf "virtus" aufbaut) nicht mehr gewachsen sein läßt; sie für "hartes Kriegertum" untauglich macht.)---
---
Was soll man dazu sagen?
---
TACITUS: GERMANIA, Text und Erläuterungen; Hirschgraben Verlag.
TACITUS: GERMANIA, Rowohlts Klassiker.
---
by decurio (Chattus by birth)
---
Was soll man dazu sagen?
---
TACITUS: GERMANIA, Text und Erläuterungen; Hirschgraben Verlag.
TACITUS: GERMANIA, Rowohlts Klassiker.
---
by decurio (Chattus by birth)
Mittwoch, 11. März 2015
DAKERKRIEGE 3
TRAIANUS belli pacisque consilia rebus intestinis (domesticis) anteponere solebat. Id studebat, ut limites propagaret. Qua de causa duo bella gesserit, alterum contra Dacos (101-106), qui trans Danuvium colebant, alterum contra Persas in oriente (113-117). Ad haec proposita perficienda Traiano et exercitu valido et ducibus fortissimis ac rei militaris peritissimis opus erat. Inter eos L. LICINIUS SURA erat, cui senatus "ornamenta triumphalia" dedit et qui comes imperatoris bello Dacico intererat. Alii fortes duces LUSIUS QUITEUS, CORNELIUS PALMA, MARCIUS TURBO et HADRIANUS erant.
TRAIANUS exercitum aliquanto (non mediocriter) auxit duabus legionibus novis (II Traiana et XXX Ulpia), multis cohortibus alisque. Etiam novam cohortem praetorianorum conscripsit. Tandem equites singulares effecit, qui plerumque ex civitate Batavorum erant.
---
Quelle: H. Bengtson: Römische Geschichte; Republik und Kaiserzeit bis 284 n. Chr.
---
by decurio (copyright)
---
TRAIANUS exercitum aliquanto (non mediocriter) auxit duabus legionibus novis (II Traiana et XXX Ulpia), multis cohortibus alisque. Etiam novam cohortem praetorianorum conscripsit. Tandem equites singulares effecit, qui plerumque ex civitate Batavorum erant.
---
Quelle: H. Bengtson: Römische Geschichte; Republik und Kaiserzeit bis 284 n. Chr.
---
by decurio (copyright)
---
Samstag, 28. Februar 2015
DAKERKRIEGE 2
Ausgangspunkt war, wie immer, wenn es losging, VIMINACIUM, Hauptort der Provinz Obermösien. Dort residierte TETTIUS JULIANUS, der Statthalter der Provinz.
Vier Legionen standen bereit: LEGIO I und II ADIUTRIX (letztere kürzlich von Britannien an die schöne Donau verlegt), LEGIO IV FLAVIA und LEGIO VII CLAUDIA.
Frühmorgens war Abmarsch. Die Stimmung war gut, obwohl so mancher noch den Wein von gestern spürte. Zunächst wurden die "Auxilia" (Hilfstruppen) vorausgeschickt. Ihr Job war es zu sichern und das Gelände zu erkunden. Nichts für mich. Ich kämpfe lieber-wie ich schon sagte- mit "gladius" und "pilum, als im Gelände herumzuirren. Also, die "Auxilia" hielten Ausschau nach Hinterhalten (dem Feind war ja nicht zu trauen) und machten, so oft es ging, Meldung.
Wir marschierten ungefähr in dieser Reihenfolge: Auxilia (Bogen, Schleuderer, leichte Infanterie, Reiter)-Vorhut: 1 Legio plus Reiterei-10 Mann/ Zenturie (Transport der Werkzeuge für Lagerbau)-Pioniere-Gepäck des Feldherrn und der Stabsoffiziere plus Eskorte (beritten)-Feldherr plus Leibwache-Legionsreiterei (120/ Legio)-Belagerungswaffen (zerlegt)-Legaten, Tribunen, Praefekten plus Eskorte-Die Legionen: Jeder Legio ging der Adlerträger (aquilifer) voraus, umgeben von Feldzeichenträgern (signiferi) und Trompetern; dann in Sechserreihen die Legionen plus Troß-Nachhut: Leichte und Schwerbewaffnete plus Reiter.
Die Länge des Ganzen: ca. 20 km!
Nachlesen kann man das alles bei FLAVIUS JOSEPHUS, der uns eine Beschreibung der römischen Marschordnung hinterlassen hat.
---
Quelle: PETER CONOLLY: TIBERIUS CLAUDIUS MAXIMUS-EIN RÖMISCHER LEGIONÄR.
---
by decurio (copyright)
Legio)
Vier Legionen standen bereit: LEGIO I und II ADIUTRIX (letztere kürzlich von Britannien an die schöne Donau verlegt), LEGIO IV FLAVIA und LEGIO VII CLAUDIA.
Frühmorgens war Abmarsch. Die Stimmung war gut, obwohl so mancher noch den Wein von gestern spürte. Zunächst wurden die "Auxilia" (Hilfstruppen) vorausgeschickt. Ihr Job war es zu sichern und das Gelände zu erkunden. Nichts für mich. Ich kämpfe lieber-wie ich schon sagte- mit "gladius" und "pilum, als im Gelände herumzuirren. Also, die "Auxilia" hielten Ausschau nach Hinterhalten (dem Feind war ja nicht zu trauen) und machten, so oft es ging, Meldung.
Wir marschierten ungefähr in dieser Reihenfolge: Auxilia (Bogen, Schleuderer, leichte Infanterie, Reiter)-Vorhut: 1 Legio plus Reiterei-10 Mann/ Zenturie (Transport der Werkzeuge für Lagerbau)-Pioniere-Gepäck des Feldherrn und der Stabsoffiziere plus Eskorte (beritten)-Feldherr plus Leibwache-Legionsreiterei (120/ Legio)-Belagerungswaffen (zerlegt)-Legaten, Tribunen, Praefekten plus Eskorte-Die Legionen: Jeder Legio ging der Adlerträger (aquilifer) voraus, umgeben von Feldzeichenträgern (signiferi) und Trompetern; dann in Sechserreihen die Legionen plus Troß-Nachhut: Leichte und Schwerbewaffnete plus Reiter.
Die Länge des Ganzen: ca. 20 km!
Nachlesen kann man das alles bei FLAVIUS JOSEPHUS, der uns eine Beschreibung der römischen Marschordnung hinterlassen hat.
---
Quelle: PETER CONOLLY: TIBERIUS CLAUDIUS MAXIMUS-EIN RÖMISCHER LEGIONÄR.
---
by decurio (copyright)
Legio)
DAKERKRIEGE 1
Der Kaiser befahl seinen Legionen, eine Brücke über die Donau zu bauen. Der Kaiser, das war MARCUS ULPIUS TRAIANUS NERVA CAESAR AUGUSTUS, ein überaus befähigter und beliebter Feldherr. Er stammte aus Spanien, genaugenommen aus Italica, einer kleinen Stadt bei Sevilla. Ich glaube , das Kaff kennt niemand. Trajan war von seinem Vorgänger, dem langweiligen NERVA, adoptiert worden (daher der Beiname "Nerva" in seinem langen Namen). Nerva hatte nämlich das Prinzip der Adoption eingeführt.
Die Brücke war eine Art Pontonbrücke. Das Prinzip war einfach, pragmatisch, römisch. Wie das funktionierte-sozusagen die Gebrauchsanweisung-beschreibt freundlicherweise um 150 n. Arrianus. Um es kurz zu machen (ich bin nämlich Legionär und kein Techniker): Man verankerte Boote im Fluß und legte eine Fahrbahn darüber. Auf der Trajanssäule, die in späteren Jahren errichtet wurde, um diese Ereignisse festzuhalten, sehen wir eine solche Szene, in der Legionäre auf zwei Schiffsbrücken die Donau überschreiten.
Es sollte gegen die Daker gehen, allesamt finstere und ungewaschene Barbaren, die irgendwo in den Wäldern der Karpaten hausen, wo eigentlich kein Mensch hin will. Viele von uns übrigens auch nicht, denn bei denen gibt es sicher keine Tavernen mit schönen Frauen und Thermen wie bei uns. Wahrscheinlich auch kein Wein, was das Schlimmste ist. Man erklärte uns, daß es politische Gründe gebe, dort einzumarschieren. Nun, ich bin ein einfacher Legionär und verstehe von Politik nichts. Ich kann besser mit dem "gladius" und dem "pilum" umgehen. Wir alle denken aber, der Kaiser wird seine Gründe haben, und Befehl ist schließlich Befehl. Das ist Ehrensache. Als man uns sagte, daß man Kriegsruhm erwerben könne und es dort viel zu holen gebe, waren wir dann aber doch sofort Feuer und Flamme, vor allem wegen letzterem. Doch zurück zu den Dakern! Ihr "König"-jedenfalls schimpfte er sich so-hatte den unaussprechlichen Namen "Decebalus". Decebalus hatte schon einmal Ärger gemacht, das war vor 16 Jahren. Damals war er über die Donau vorgestoßen. Jetzt sollte es dem Dreckskerl ans Leder gehen.
---
by decurio (copyright)
Die Brücke war eine Art Pontonbrücke. Das Prinzip war einfach, pragmatisch, römisch. Wie das funktionierte-sozusagen die Gebrauchsanweisung-beschreibt freundlicherweise um 150 n. Arrianus. Um es kurz zu machen (ich bin nämlich Legionär und kein Techniker): Man verankerte Boote im Fluß und legte eine Fahrbahn darüber. Auf der Trajanssäule, die in späteren Jahren errichtet wurde, um diese Ereignisse festzuhalten, sehen wir eine solche Szene, in der Legionäre auf zwei Schiffsbrücken die Donau überschreiten.
Es sollte gegen die Daker gehen, allesamt finstere und ungewaschene Barbaren, die irgendwo in den Wäldern der Karpaten hausen, wo eigentlich kein Mensch hin will. Viele von uns übrigens auch nicht, denn bei denen gibt es sicher keine Tavernen mit schönen Frauen und Thermen wie bei uns. Wahrscheinlich auch kein Wein, was das Schlimmste ist. Man erklärte uns, daß es politische Gründe gebe, dort einzumarschieren. Nun, ich bin ein einfacher Legionär und verstehe von Politik nichts. Ich kann besser mit dem "gladius" und dem "pilum" umgehen. Wir alle denken aber, der Kaiser wird seine Gründe haben, und Befehl ist schließlich Befehl. Das ist Ehrensache. Als man uns sagte, daß man Kriegsruhm erwerben könne und es dort viel zu holen gebe, waren wir dann aber doch sofort Feuer und Flamme, vor allem wegen letzterem. Doch zurück zu den Dakern! Ihr "König"-jedenfalls schimpfte er sich so-hatte den unaussprechlichen Namen "Decebalus". Decebalus hatte schon einmal Ärger gemacht, das war vor 16 Jahren. Damals war er über die Donau vorgestoßen. Jetzt sollte es dem Dreckskerl ans Leder gehen.
---
by decurio (copyright)
Samstag, 14. Februar 2015
NERVA, DER "UNIMPOSANTE BÜROCHEF" (NON ILLUSTRIS CAPUT TABULARII) UND TRAJAN, EINER DER FÄHIGSTEN GENERÄLE DES IMPERIUMS
Domitiano de medio sublato Marcus Cocceius NERVA Augustus a senatu factus est. Dazu J. FERNAU: "DA fiel der Blick der Versammlung auf die vertrauenswürdige, in ihrem schönen weißen Haar so repräsentable Gestalt des alten NERVA, und sie faßten den unglaublichen Entschluß, diesen Mann aus ihrer Mitte zum Kaiser zu machen."
NERVA kommt bei FERNAU nicht gut weg: Er nennt ihn einen "unimposanten Bürochef". Dieser sei nicht einmal verrückt geworden, wie es sich gehört, nein, er habe sich sogar üerhaupt nicht verändert! NERVA habe sich darüber hinaus "zeitlebens als dritten Konsul mit besonderen Vollmachten" betrachtet.
NERVA war also schrecklich normal! Er scheint sogar so etwas wie ein Gutmensch gewesen zu sein, denn er errichtete eine Stiftung für arme Kinder (alimentarii pueri et puellae), was irgendwie rührend anmutet.
"Nach anderthalbjähriger Regiewrung, vom September 96 bis Januar 98, legte sich Nerva ergeben hin und verabschiedete sich von dieser Welt; nicht unzufrieden mit sich, womit er vollständig recht hatte."
(J. FERNAU)
Nun läßt sich mit wohlmeinenden Büroleitern und Gutmenschen kein IMPERIUM managen. Dazu bedarf es eines fähigen Miltärs. Ein solcher war TRAJAN. Vollständiger Name: MARCUS ULPIUS TRAIANUS NERVA CAESAR AUGUSTUS IMPERATOR (langer Name; langes Klingelschild; etwas umständlich bei Autogrammen). Dazu wieder FERNAU:
"Trajan war zu der Ehre der Adoption gekommen wie die Jungfrau in dem berühmten Sprichwort. Die Nachricht erreichte ihn in seinem Heerlager in Köln."
TRAJAN wollte das Reich vergrößern. Zu diesem Zweck schlug er sich von 101 bis 106 n. mit den Dakern an der unteren Donau herum. Dazu JAMES L. STEFFENSEN:
"Die Kampfmoral der römischen Legionen war hervorragend, und sie dienten gern ihrem Kaiser, der ein ausgezeichneter Befehlshaber war. Als sie nach Italien zurückkehrten, war Dakien eine römische Provinz."
So macht man das!
Ein Feldzug gegen die Parther lief nicht so gut. Auf dem Rückmarsch starb TRAJAN in Kilikien. Dies war im Jahr 117 n. Chr.
TRAJAN war ein "leidenschaftlicher Soldat".
---
(Meine Schüler sind leidenschaftliche Drückeberger und gehören allesamt gespankt-der Papst hat's ja erlaubt. Oh happy day!)
---
J. FERNAU: CAESAR LÄSST GRÜSSEN-DIE GESCHICHTE DER RÖMER-
ILLUSTRIERTE WELTGESCHICHTE BD. 3: JAMES L. STEFFENSEN: DAS ALTE ROM (enthält viele schöne Zeichnungen)
decurio
NERVA kommt bei FERNAU nicht gut weg: Er nennt ihn einen "unimposanten Bürochef". Dieser sei nicht einmal verrückt geworden, wie es sich gehört, nein, er habe sich sogar üerhaupt nicht verändert! NERVA habe sich darüber hinaus "zeitlebens als dritten Konsul mit besonderen Vollmachten" betrachtet.
NERVA war also schrecklich normal! Er scheint sogar so etwas wie ein Gutmensch gewesen zu sein, denn er errichtete eine Stiftung für arme Kinder (alimentarii pueri et puellae), was irgendwie rührend anmutet.
"Nach anderthalbjähriger Regiewrung, vom September 96 bis Januar 98, legte sich Nerva ergeben hin und verabschiedete sich von dieser Welt; nicht unzufrieden mit sich, womit er vollständig recht hatte."
(J. FERNAU)
Nun läßt sich mit wohlmeinenden Büroleitern und Gutmenschen kein IMPERIUM managen. Dazu bedarf es eines fähigen Miltärs. Ein solcher war TRAJAN. Vollständiger Name: MARCUS ULPIUS TRAIANUS NERVA CAESAR AUGUSTUS IMPERATOR (langer Name; langes Klingelschild; etwas umständlich bei Autogrammen). Dazu wieder FERNAU:
"Trajan war zu der Ehre der Adoption gekommen wie die Jungfrau in dem berühmten Sprichwort. Die Nachricht erreichte ihn in seinem Heerlager in Köln."
TRAJAN wollte das Reich vergrößern. Zu diesem Zweck schlug er sich von 101 bis 106 n. mit den Dakern an der unteren Donau herum. Dazu JAMES L. STEFFENSEN:
"Die Kampfmoral der römischen Legionen war hervorragend, und sie dienten gern ihrem Kaiser, der ein ausgezeichneter Befehlshaber war. Als sie nach Italien zurückkehrten, war Dakien eine römische Provinz."
So macht man das!
Ein Feldzug gegen die Parther lief nicht so gut. Auf dem Rückmarsch starb TRAJAN in Kilikien. Dies war im Jahr 117 n. Chr.
TRAJAN war ein "leidenschaftlicher Soldat".
---
(Meine Schüler sind leidenschaftliche Drückeberger und gehören allesamt gespankt-der Papst hat's ja erlaubt. Oh happy day!)
---
J. FERNAU: CAESAR LÄSST GRÜSSEN-DIE GESCHICHTE DER RÖMER-
ILLUSTRIERTE WELTGESCHICHTE BD. 3: JAMES L. STEFFENSEN: DAS ALTE ROM (enthält viele schöne Zeichnungen)
decurio
Abonnieren
Posts (Atom)